Hessische Meisterschaften im Rettungsschwimmen 2019 in Eschborn

Mit beachtlichen Leistungen kehrten die heimischen Wasserretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) von den in Eschborn ausgetragenen hessischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen zurück. Die fünf heimischen Rettungssportler, die sich für den Kampf um die Landeskrone qualifizieren konnten, errangen drei Platzierungen unter den besten zehn ihrer jeweiligen Wertungsgruppe.

Allen voran Lena Krautkremer von der DLRG Rotenburg: Mit einer bemerkenswerten Leistungssteigerung landete das Nachwuchstalent auf Rang fünf in der Altersklasse der elf- und zwölfjährigen Mädchen. Nur ein Wimpernschlag trennte sie von Rang vier. Lena musste wie ihre Konkurrentinnen einen schwimmerischen Mehrkampf absolvieren. Dieser besteht aus Schnellschwimmen mit und ohne Flossen, Hindernisschwimmen und Retten. Die erreichten Zeiten werden in relative Punktzahlen umgerechnet. Krautkremer erfüllte mit der von ihr erreichten Punktzahl die Kriterien für die Aufnahme in den Landeskader.

Zur erweiterten hessischen Spitze zählt auch Oskar Weber, der ebenfalls für die DLRG Rotenburg startet. Bei seiner fünften Teilnahme an einer Landesmeisterschaft in Folge wurde er in diesem Jahr zehnter bei den 13- und 14-jährigen Jungen. Wie seine Vereinskameradin Krautkremer verbesserte sich Weber in allen Teildisziplinen deutlich.

Teilweise waren in den Schüler- und Jugendklassen bis zu 40 Teilnehmer am Start. Charlotte Ritter (ebenfalls DLRG Rotenburg) landete in der Altersklasse 15/16 der Mädchen auf Rang 16. Und Lilly Lingmann (DLRG Heringen) platzierte sich in der Altersklasse 13/14 der Mädchen auf Rang 20.

In der Erwachsenenwertung wurde Kristin Schwarz (DLRG Rotenburg) zehnte.

Mit in Eschborn war der Ausbildungsleiter auf Kreisebene Peter Schuchardt aus Rotenburg. Schuchardt fungierte an diesem Tag als Kampfrichter und war einer der ersten, der den heimischen Wasserrettern für ihre Leistungen gratulierte.

Kreisverbandsmeisterschaften 2019

In einem schwimmerischen Dreikampf, bestehend aus Retten mit und ohne Hilfsmittel (Flossen) sowie Hindernisschwimmen ermittelten die Wasserretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kürzlich im Rotenburger Hallenbad ihre Kreismeister. Allen Grund zur Freude hatten hierbei die Aktiven der gastgebenden Ortsgruppe Rotenburg: Mit Lena Krautkremer und Oskar Weber (beide Jugend) sowie Janine Schulschek (Senioren) stellten sie alle drei Tagessieger.
„Dieses sportliche Kräftemessen dient primär der Steigerung der Leistungsfähigkeit unserer Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer“, erklärt Veranstaltungsleiter Peter Schuchardt. Schuchardt ist Ausbildungsleiter auf Kreisebene und fügt hinzu: „Die Disziplinen werden teilweise anders als im Realeinsatz im Rettungssport auf Schnelligkeit hin optimiert.“ Deutlich wird dieser Unterschied vor allem in der Disziplin Retten mit Flossen. Seniorensiegerin Schulschek schwimmt im Freistil an und hält die zu rettende Puppe in einem Schleppgriff am Kinn und schwimmt selber in Rückenlage, so dass die Atemwege des zu Rettenden stets über Wasser bleiben. Anders Jugendsieger Weber: Nach dem Startsprung taucht er fast die gesamte Bahn im Delfinstil bis zum Opfer, holt kurz Luft und ergreift das Opfer. Dann schwimmt der 14-Jährige einarmig Kraul und zieht mit dem anderen Arm die Puppe hinter sich her. Diese regelkonforme Technik ist effektiver aber auch schwieriger. Schwieriger deshalb, weil das Sportgerät „Puppe“ ein mit Wasser gefüllter Kunststoff-Torso ohne Arme und Beine ist, „der ein Gewicht und einen Wasserwiderstand wie ein großes Kind hat“, erklärt Schuchardt weiter.
Die in den einzelnen Disziplinen erzielten Zeiten werden in relative Punktzahlen umgerechnet und in der Mehrkampfwertung addiert. Regelverstöße führen zu Punktabzügen. Der DLRG-Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Brill ehrte die Rettungssportler. Die Kreismeister qualifizieren sich direkt für die Landesmeisterschaften, die Mitte Mai in Eschborn ausgetragen werden.
Ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit der heimischen DLRG-Gliederungen sind die Teilnehmerzahlen: So kamen gleich 20 Aktive aus Rotenburg. Die DLRG-Kirchheim war mit 14 Sportlern, die Ortsgruppe Heringen mit 13 und die Ortsgruppe Wildeck mit sieben Aktiven vertreten.


Kreismeister
Altersklasse (AK) Bambini weiblich: Lenia Göthe (Heringen)
AK Bambini männlich: Emil Schlosser (Rotenburg)
AK 9 und 10 Jahre weiblich: Nele Kurz (Kirchheim)
AK 9 und 10 Jahre männlich: Milo Winter (Kirchheim)
AK 11 und 12 Jahre weiblich: Lena Krautkremer (Rotenburg)
AK 11 und 12 Jahre männlich: Bjarne Seidl (Wildeck)
AK 13 und 14 Jahre weiblich: Sarah-Sophie Schmidt (Heringen)
AK 13 und 14 Jahre männlich: Oskar Weber (Rotenburg)
AK 15 und 16 Jahre weiblich: Charlotte Ritter (Rotenburg)
AK 15 und 16 Jahre männlich: Luca Schnartzke (Kirchheim)
AK 17 und 18 Jahre männlich: Jonas Kniriem (Heringen)

Hauptklasse weiblich: Kristin Schwarz (Rotenburg)

Seniorinnen: Janine Schulschek (Rotenburg)

Senioren: Oliver Weber (Rotenburg)